Kolja Opitz
02.12.2022
So schön wie ein 50-Meter-Sportbad auch ist, man kann sich auf das Westfalenbad nicht verlassen. Abgesehen davon, dass der Vereins- und Schulsport werktags das Beckenerlebnis massiv beeinträchtigt, kommt man nicht darum herum, sich immer wieder im Internet zu informieren, wann wieder einmal am Wochenende zig-reihenweise Bahnen abgetrennt werden.

Offensichtlich muss das Westfalenbad in Hagen für die Nachbarstädte herhalten und die dortige Misswirtschaft ausgleichen. Selbst an Samstagen gibt es laut Belegungsplan feste Reservierungen. Sport im Sinne von Breitensport scheint für den Betreiber uninteressant zu sein. Man merkt ganz klar die öffentlich-rechtliche Verfilzung mit Interessengruppen - auch von weiter weg.

Hinzukommen kommen zeitweise grün angelaufene Fliesen im Becken und unverhältnismäßig viele Trübstoffe, von Pflastern und Tampons ganz zu schweigen. Insbesondere die Sauberkeit in den Sammelumkleiden und den Einzelumkleiden des Sportbades ist ein großes Ärgernis. Angeblich darf dort nicht mit Spritzwasser und Flitsche gereinigt werden, sondern mit viel zu breiten und ungenauen Maschinen. Wer sich einmal die hygienische Situation des relativ neuen Bades genauer anschaut, wird erschrocken sein. An den Fliesen der Wände und an den Türrahmen klebt der Dreck, den die Maschinen beim Reinigen verwirbeln. Die Blechschränke der Umkleiden sind sowieso ein Witz. Die Warnungen vor Diebstahl kommen wohl nicht von ungefähr. Abschließend noch ein Blick auf Temperatur und Wasserdurchlauf der Duschen *lach*. Das Management und die Entscheider-Gremien sollte man in die Wüste schicken, denn von Wasser scheinen sie keine Ahnung zu haben.

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